Entspannt den Stress angehen

Wie können Sie den Stress im Alltag besiegen?

Stress im Alltag

 

Wir kennen das alle: Früh aufstehen, ab ins Bad, Frühstück machen (manchmal sogar für die ganze Familie!), schnell anziehen, ab ins Auto, denn die Arbeit ruft. Plötzlich scheint sich der Verkehr nur noch im Schneckentempo zu bewegen, die Ampel wird Rot und man schaut ständig auf die Uhr, damit man ja pünktlich im Geschäft ankommt. 

Die Ampel schaltet auf Grün, der Vordermann scheint noch zu schlafen und fährt nicht los. 

 

 

Der innere Schrei. Der Druck auf die Hupe. Das aufregen über die Leute, die anscheinend nicht zur Arbeit müssen.

 

Stress. 

 

Und zwar hoher Stress, schon keine volle Stunde nach dem Aufstehen. So etwas kann doch nicht gesund sein - und ist es auch nicht. Dauerhafter Stress ist vermutlich die größte Krankheitsursache in der westlichen Welt, führt zu Herzproblemen und einem schlechten Immunsystem. 2018 war der größte Wunsch der Deutschen laut einer Studie, weniger Stress zu haben.

 

Und das kann man lernen.

Stress angehen lernen - der erste Fehler

Jeder hat schon von Techniken gegen den Stress gehört, sei es Sport oder Yoga oder Meditation etc. Viele Menschen haben darüber Bücher geschrieben und vielleicht haben sogar Sie eins darüber gekauft. Weil es schön wäre einmal ohne den Stress leben zu müssen. Wir lesen also alle fleißig die Bücher, stellen fest, dass wir keine Lust haben, 45 Minuten am Tag Sport zu machen - oder keine Zeit um eine halbe Stunde zu meditieren - und lassen das Projekt "Stressfrei" wieder sein. Ist ja nur zusätzliche Arbeit.

 

Aus diesem Grund haben alle Tipps hier oder während der Arbeit in meiner Praxis ein Ziel:

Stressfrei zu werden - ohne großen Aufwand. 

 

Also sollten wir zu allererst einmal klären: 

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt um runterzukommen?

Vom Richtigen Zeitpunkt

Deadline Stress

 

Die meisten Bücher machen nämlich einen gravierenden Fehler, wenn sie Ihnen beibringen wollen, wie man den Stress klein hält:

 

Kaum jemand zeigt Ihnen wie Sie akuten Stress senken, so dass Sie langfristig entlastet werden - und dann tatsächlich die Möglichkeit hätten, durch Sport oder Yoga ihre Entspannung zu erhöhen, weil Sie dann die Zeit dafür haben.

 

Der richtige Zeitpunkt den Stress anzugehen ist entweder direkt vor - oder direkt nach - einer stressigen Situation. Oder einfach beides!

 

Abends auf dem Sofa haben wir leider das Problem, dass schon den ganzen Tag Stresshormone durch unseren Körper geschossen sind. Dann ist loslassen nicht so einfach! (Abgesehen davon, dass einfach nur Fernsehen unseren Stress leider nicht senkt, die Stresshormone werden dadurch nicht abgebaut - Sorry!)

Deswegen sollten Sie sich feste Punkte setzten, an denen Sie was gegen Ihren Stress tun:

 

1.) Vor und/oder nach jeder Stresssituation.

 

Das reicht eigentlich schon, Ende der Aufzählung! 

Natürlich können Sie auch mehr tun, aber warum nicht zuerst klein anfangen?

Das hat noch niemandem geschadet.

 

Jetzt brauchen wir nur noch das WIE?

Einen Zeitpunkt - eine Technik

Atemtechnik Stressfrei Entspannt

Wenn wir aufgeregt sind, dann zeigt sich das im Atem. Er wird schnell, hektisch und flach. Während wir schlafen, ist der Atem jedoch langsam und tief. Der Körper stellt also je nach Zustand unseren Atem um, zusammen mit allen Hormonen. Das hat sehr viele gute Gründe, auf die ich hier allerdings nicht eingehen möchte. Das einzige was ich vermitteln mag, ist die Erkenntnis, dass man durch umstellen des Atems auch den Körper beruhigen oder Stressen kann.

Versuchen Sie es! Hyperventilieren Sie einmal ein bisschen. Lassen Sie Ihren Atem immer schneller und flacher werden. Sie sollten sich schon bald recht gestresst oder aufgeregt fühlen. 

Jetzt nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge, am besten in den Bauch - das ist schon besser, oder?

 

Natürlich ist das nur ein normaler Atemzug, aber der fühlt sich schon gut an. Beruhigend. Und er lässt sich noch verbessern.

 

Die Übung: 4-7-8

 

Schritt 1: Atmen Sie tief ein, 4 Sekunden lang.

Schritt 2: Halten Sie den Atem für 7 Sekunden an.

Schritt 3: Atmen Sie, ganz langsam und gleichmäßig, für 8 Sekunden aus.

 

Dabei können Sie gerne die Augen schließen, oder sich die Zahlen visualisieren. Keine Sorge, wenn ihnen das anhalten oder das ausatmen noch Schwierigkeiten bereitet, das ist einfach nur ein bisschen Übungssache. Sie können auch mit 4-4-5 anfangen und dann langsam steigern.

 

Und jetzt bitte ich Sie einfach mal diese Übung zu machen. Nur drei mal hintereinander. JETZT.

Das Problem ist nämlich, dass wir die meisten Dinge schon wissen, aber einfach nicht tun. Und ich bitte Sie jetzt, diesen Kreislauf zu unterbrechen und nur 57 Sekunden ihrer Zeit zu nehmen um zu atmen. 

 

Sie fühlen sich schon besser, stimmt's?

Wenn auch nur ein kleines Bisschen. Der Rest ist Übungssache und überhaupt ist diese Technik ja für eine akute Situation gedacht.  Trotzdem hat es geholfen. 

 

Wie sollen Sie also weiter damit ihren Stress in den Griff bekommen?

Fragen Sie sich vor welcher Situation Sie am meisten gestresst sind. Das nächste mal benutzten Sie einfach die Atem-Technik vor und nach dieser Situation. Sie werden deutlich merken, dass Ihnen das hilft und dadurch der ganze Tag angenehmer wird. Ob Sie jetzt im morgendlichen Verkehr atmen, oder nachdem die Kinder aus dem Haus sind: gönnen Sie sich diese kleine Pause.

 

Der Vorteil an dieser Technik ist, dass niemand Sie atmen sieht, egal wo Sie sich befinden, auch in der Öffentlichkeit. Also keine Angst vor dem blöd-angeguckt-werden! Niemand wird Sie verurteilen, wenn Sie atmen. 

 

Mein Tipp: Wenn Sie sich nach der Arbeit in das Auto setzten um nach Hause zu fahren: hetzten Sie nicht gleich los, sondern atmen Sie im Auto vor dem losfahren noch Ihren Stress weg, Sie werden es mir Danken. So können Sie nämlich erfrischt in den Feierabend gehen, ohne die Arbeit noch mental mit nach Hause zu nehmen. 

Und was hat das mit Hypnose zu tun?

Stress senken, 'Entspannung fördern

Unter Hypnose kann man auf sämtliche Gefühle zugreifen und diese bearbeiten, also damit auch auf die Gefühle, die für Ihren Grund-Stress-Level zuständig sind. Das sind häufig nicht los-gelassene Gefühle der Angst oder Hilflosigkeit. Wenn Sie häufig schon bei dem kleinsten Stress an die Decke gehen, das typische Beispiel der Zahnbürste, die falsch herum im Becher steht kommt da in den Sinn, oder Ihnen schon der Gedanke an die Arbeit morgen einen flauen Magen hinterlässt, dann stehen dahinter genau diese unbearbeiteten Gefühle - es liegt also nicht an der Situation selbst.

 

Während der Hypnose lässt sich auch die sog. Resilienz steigern, die Widerstandsfähigkeit gegen Stress und ebenso das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl, damit Sie auch mal "Nein-Sagen" können um sich nicht immer alle Aufgaben märtyrerhaft aufzudrängen.

 

Durch die Kombination beider Faktoren werden Sie ganz einfach den Stress wieder los.

Üben, üben, üben! Und der nächste Schritt

Natürlich sollten Sie die Atemtechnik regelmäßig üben, die meisten Studien sprechen hier von mindesten 8 Wochen, aber das lohnt sich: wenn Sie jedes mal danach weniger Belastung empfinden, machen Sie die Übungen gerne. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, das in Ihren Tagesablauf einzubinden.

 

Natürlich ist es mit nur dem Atmen nicht unbedingt immer getan, es gibt auch mehr Techniken, Tipps und Kniffe. Ihr nächster Schritt sollte sein, eine gesunde Schlafumgebung zu schaffen, wie das gehen kann erfahren Sie ->hier<- unter dem Infoblatt "gesundes Schlafverhalten", oder Sie kommen in meine Praxis für die komplette Aufklärung und die Hypnose. 

 

Viel Spaß beim entspannen,

 

-Christian Pflieger

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